Inhalt
Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Der Blick auf die Biografie seiner Familie offenbart dem Erzähler – einen Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in der Psychiatrie Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Und er stellt sich bald die Frage, was das sein soll: ein normaler Mensch.
Bibliografisches
Geprägter fester Einband, Farbschnitt, Lesebändchen, 208 Seiten, Einbandgestaltung von Cosima Schneider
Besonderheiten
- Ausgeschmückte Lettern von Emil Zbinden leuchtend geprägt
- Debütautor Leon Engler im Dialog mit dem Wahnsinn
- mal ironisch, mal schonungslos ehrlich, immer tief empathisch
Preis
24,00 €
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Rund ums Buch
Autor:innenportrait
Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben. Botanik des Wahnsinns ist sein Debütroman.
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